Bevor Tools installiert werden, kartieren wir Nutzerpfade, kritische Geschäftsereignisse, Lastspitzen und bestehende Einschränkungen. Wir sprechen mit Support, Betrieb und Sicherheit, sammeln schmerzliche Vorfälle und definieren, welche Verbesserungen wirklich Wirkung entfalten. Dieses gemeinsame Prozessbild verhindert Insellösungen, macht Abhängigkeiten sichtbar und erleichtert eine sinnvolle Scope-Begrenzung für die 30 Tage. Zusätzlich notieren wir bekannte Risiken und Störquellen, damit wir später Ursache und Wirkung nicht verwechseln, wenn Metriken plötzlich kippen.
Ohne Ausgangswerte sind Gewinne oder Verluste kaum beurteilbar. Wir erheben aktuelle Durchlaufzeiten, Fehlerraten, Supporttickets, Performance, Infrastrukturkosten und subjektive Teamzufriedenheit. Alles wird mit Datumsstempel, Datenquelle und Messmethode dokumentiert. So sichern wir Vergleichbarkeit und verhindern, dass spontane Optimierungen das Bild verzerren. Eine gute Baseline schützt vor Selbsttäuschung, stärkt Argumente in Vorstandsrunden und erleichtert die spätere Entscheidung, ob die getestete Technologie tatsächlich Wirkung entfaltet oder nur kosmetische Verbesserungen liefert.
Risiken verschwinden nicht durch Mut, sondern durch Transparenz. Wir führen ein leicht pflegbares Risikologbuch mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung, Gegenmaßnahmen und Frühindikatoren. Jede Beobachtung bekommt Besitzer und nächstes Prüfdatum. Dadurch erkennen wir Muster, handeln proaktiv und dokumentieren, was funktioniert hat. Das Logbuch ist kein bürokratisches Artefakt, sondern ein Gesprächsanstoß, der Sicherheit gibt und Eskalationen reduziert. Wer Risiken sichtbar macht, gewinnt Vertrauen und Handlungsspielraum, besonders in Umgebungen mit strengen Compliance- und Verfügbarkeitsanforderungen.
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